Kein Glück für Patric Niederhauser in Abu Dhabi

Qualifying: Startplatz 8, 1:56,487 min (= 171,644 km/h)

Rennen 1: Startplatz 8; DNF (Kollision), beste Runde: 1:59,209 min

Rennen 2: Startplatz 24; P15, beste Runde: 1:59,696 min

Patric Niederhauser hatte beim GP3-Saisonfinale auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi wenig Grund zur Freude. Dem 22-Jährigen aus Kirchdorf in Kanton Bern gelang im ersten Durchgang von Startplatz 8 zwar ein ausgezeichneter Start. Nach der ersten Kurve lag Niederhauser bereits auf dem vierten Platz. Doch in Runde 5 wurde der Jenzer-Pilot vom Spanier Carlos Sainz jr. abgeschossen. Niederhauser musste mit einer kaputten rechten Vorderradaufhängung das Rennen aufgeben. Sainz, der weiterfahren konnte, wurde nach dem Rennen für die Kollision mit Niederhauser aus der Wertung genommen. Den zweiten Lauf startete Niederhauser von SP24. Im Ziel lag er auf Platz 15.

Patric Niederhauser: „Im Qualifying hat mich ein Fahrer auf meiner schnellsten Runde aufgehalten. Ohne dieses Missgeschick wäre ich auf SP4 gestanden. Am Start zum ersten Rennen kam ich super weg und lag direkt auf P4. In Runde 5 verlor ich eine Position an Conor Daly. Danach kam Carlos Sainz angeflogen, zog beim Versuch mich zu überholen plötzlich nach links und räumte mich ab. Bei der Kollision ist die Vorderradaufhängung kaputt gegangen. Ich weiss nicht, was er sich dabei gedacht hatte. Es ist nicht das erste Mal, dass er einem Konkurrenten so ins Auto fährt. Die Strafe gegen ihn ist absolut gerechtfertigt. Im zweiten Rennen von Startplatz 24 erwischte ich ebenfalls einen guten Start und kämpfte mich auf P15 vor. Mehr war aber nicht möglich. Gratulieren möchte ich an dieser Stelle noch meinem Landsmann Fabio Leimer zum Gewinn des GP2-Titels. Ich freue mich sehr für ihn. Er hat diesen Titel absolut verdient.“

Niederhauser wird in der kommenden Woche bereits wieder im Einsatz stehen. Am Mittwoch testet er im Rahmen der offiziellen GP3-Tests in Abu Dhabi für das Meisterteam ART aus Frankreich, am Donnerstag für Arden (GB).

adnidi

GP3 Patric Niederhauser: Vorschau Abu Dhabi

Patric Niederhauser startet am Wochenende bei der GP3 Series in Abu Dhabi zu den finalen Läufen in der Nachwuchskategorie. Der 22-Jährige aus dem bernischen Kirchdorf belegt zurzeit den 13. Gesamtrang. Für ihn ist das Rennen in den Emiraten genauso eine Premiere wie für die GP3, die in Abu Dhabi ihr erstes Übersee-Rennen austrägt.

Du fährst zum ersten Mal in Abu Dhabi. Was erwartest du von Land und Leute?

Eine ganz andere Kultur, viel Hitze und haufenweise Sand. Ein Klima, das zum Rennen fahren sicher nicht einfach ist. Und natürlich Gebäude, deren Dimensionen wir in der Schweiz nicht haben. Dazu zählt auch die Rennstrecke. Ich kenne sie nur vom Fernsehen. Aber sie scheint gigantisch zu sein. Und anspruchsvoll. Ich glaube, es wird kein einfaches Rennen werden. Ich bin sehr gespannt und freue mich sehr, einen neuen Ort und eine neue Rennstrecke kennenzulernen.

Wie hast du dich vorbereitet?

Ich war einen halben Tag im Simulator. Ausserdem habe ich viele Onboard-Aufnahmen aus dem Vorjahr studiert. Das hilft. Ich fühle mich auf jeden Fall sehr gut vorbereitet. Und vor Ort werde ich sicher noch mit dem einen oder anderen Fahrer, der die Strecke bereits gut kennt, reden oder vielleicht eine Besichtigungstour machen.

Mit welchem Ziel gehst du beim Saisonfinale an den Start?

Das Ziel ist, die Saison positiv abzuschliessen. Ein Erfolgserlebnis zum Saisonschluss ist immer sehr wichtig. Auch in Bezug auf die bevorstehenden Tests und das kommende Jahr. Ich will also unbedingt in die Punkte fahren. Ein Platz auf dem Podium wäre optimal.

pniederhauser

Patric Niederhauser mit neuem Management

Der 22-jährige Schweizer GP3-Rennfahrer arbeitet für die nächste Saison mit einem neuen Management zusammen. Der in Kirchdorf im Kanton Bern wohnhafte Niederhauser wird auf die Dienste des erfahrenen Motorsport-Manager Stefan Meier vertrauen. Der 44-jährige Meier ist bereits seit Jahren im Motorsport tätig. Er arbeitet auch mit dem aktuellen GP2-Leader Fabio Leimer zusammen.

Patric Niederhauser: „Es freut mich sehr in Zukunft mit Stefan zusammenzuarbeiten. Er wird mich neben der Strecke sehr unterstützen und in diversen Bereichen entlasten, damit ich mich stärker auf das Fahren und dessen Vorbereitung konzentrieren kann. Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zukunft.“

Stefan Meier: „ Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Patric. Ich kenne ihn seit er im Kartsport begonnen hat und habe seine Karriere stets mitverfolgt. Ich bin von Patrics Potenzial überzeugt und es freut mich, ihn mit meiner Erfahrung zu unterstützen.“

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